Wenn das Auto ungestörtes Arbeiten und entspanntes Reisen ermöglicht

Wenn das Auto ungestörtes Arbeiten und entspanntes Reisen ermöglicht
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Die Entwicklung von Automatisierungstechnologien in Fahrzeugen nimmt stetig zu. Dabei gehört die Nutzung von autonomen Fahrzeugen längst nicht mehr in den Bereich der Science Fiction.

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© DLR

Welchen Effekt das autonome Fahren auf unsere zukünftige Mobilität haben wird, untersuchten Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer umfangreichen Studie.
Schon heute kommen Automatisierungstechnologien in der Luftfahrt und im Verkehr auf See oder auf Schienen vielfach zum Einsatz. Im Gegensatz dazu verläuft diese Entwicklung im Straßenverkehr mit privaten und öffentlichen Fahrzeugen deutlich verhaltener und langsamer. Ein Grund dafür liegt darin, dass das Navigieren im Straßenverkehr komplexere Interaktionen zwischen den Verkehrsteilnehmern erfordert.

Neue Nutzergruppen profitieren von Automatisierungstechnologien

Im Auftrag des Instituts für Mobilitätsforschung führten Wissenschaftler des DLR-Instituts für Verkehrsforschung die Studie “Autonomous Driving” durch. Dabei identifizierten die Forscher für die Zukunft der Mobilität drei Vorteile autonomer Fahrzeuge gegenüber konventionellen Fahrzeugen. Zum einen kann die Fahrtzeit in autonomen Fahrzeugen effizienter genutzt werden, weil man sich nicht mehr auf das Führen des Fahrzeugs konzentrieren muss und die Hände vom Lenkrad nehmen kann. Auf diese Weise ließe sich Fahrtzeit beispielsweise als Arbeitszeit nutzen. Ein weiterer Vorteil ist die Nutzung von PKWs durch neue Personengruppen beispielsweise von Personen mit körperlichen Einschränkungen oder Jugendlichen. Zudem könnten sich autonome Fahrzeuge künftig auch vollständig allein fortbewegen und als “Robotaxis” Passagiere abholen. “Für die Studie haben wir in Fokusgruppendiskussionen sowie Expertenworkshops mögliche Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten analysiert und Szenarien einer automatisierten Zukunft entwickelt”, erklärt Stefan Trommer vom DLR-Institut für Verkehrsforschung. “In einem zweiten Schritt wurden diese Erkenntnisse in einem Verkehrsnachfragemodell für Deutschland und die USA umgesetzt, um die Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten zu quantifizieren”, so Trommer weiter.

Weitere Informationen

Kontakt:
Melanie-Konstanze Wiese
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation, Berlin und Neustrelitz
Tel.: 030 67055-639
Mail: melanie-konstanze.wiese@dlr.de