Wachsen trotz Fasten

Wachsen trotz Fasten
MPI für Pflanzenzüchtungsforschung

Neue Formel für Fruchtfliegenfutter erhöht Wachstum und Fruchtbarkeit ohne die Lebenszeit zu verkürzen.

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© MPI

Eine verringerte Nahrungsaufnahme schützt gegen zahlreiche altersbedingte Erkrankungen und kann die Lebenszeit verlängern. Allerdings führt sie häufig auch zu verringertem Wachstum und geringerer Fruchtbarkeit. Eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns hat jetzt eine Ernährung für Fruchtfliegen und Mäuse auf Basis ihrer körpereigenen Aminosäuren entwickelt. Die Fliegennahrung erhöht Wachstum und Fruchtbarkeit der Insekten, ohne ihre Lebenszeit zu verkürzen.

Was ist der beste Weg zu einem langen und gesunden Leben? Wissenschaftler hatten dafür viele Jahre eine relativ einfache Antwort: weniger essen. Aber das kann unangenehme Folgen haben: Fliegen und Mäuse zum Beispiel entwickeln sich auf Diät langsamer und sind weniger fruchtbar. Gesucht wird also eine Ernährung mit der positiven Wirkung einer Diät – jedoch ohne deren negative Begleiterscheinungen.

Genom-basierte Ernährung

Für die neue Fliegennahrung haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln und des UCL Institute of Healthy Ageing in London aus den Aminosäuren, die im Fliegenkörper vorkommen, die exakte Zusammensetzung der Aminosäuren in der Nahrung berechnet. „Für die Rezeptur der Nahrung haben wir nur die Teile des Erbguts verwendet, die als Vorlage für Proteine dienen – die sogenannten Exons. Daraus haben wir den Anteil jeder Aminosäure aller Exons zusammen berechnet und eine Fliegennahrung entwickelt, die diese Aminosäure- Zusammensetzung genau widerspiegelt“, erklärt George Soultoukis, Wissenschaftler in der Abteilung von Linda Partridge, Direktorin am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns und UCL Institute of Healthy Ageing in London.

Mithilfe einer von den Wissenschaftlern entwickelten Methode haben sie dieses Genom-basierte, definiert zusammengesetzte Futter produziert.

Weitere Informationen in Englisch

Kontakt:
Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns
Tel.: 0221 37970 207
Mail: Maren.Berghoff@age.mpg.de