Verlängerung für die künstliche Erde

Verlängerung für die künstliche Erde
Deutsche Luft- und Raumfahrt

Die Erde mit ihren zwanzig Metern Durchmesser scheint über den Besuchern im Gasometer Oberhausen zu schweben.

417362_web_r_k_b_by_dieter-schu%cc%88tz_pixelio-de

© Dieter Schütz | pixelio.de

Über eine halbe Million Menschen haben die Ausstellung “Wunder der Erde” bereits besucht
und die Schau in dem alten Industriedenkmal zu einer der bestbesuchten
Einzelausstellungen dieses Jahres gemacht. “Die Erdbeobachtung fasziniert
die Menschen”, sagt Nils Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR). Mit seinem Team hat er aus Satellitenbildern die
Animation erstellt, die auf die 20-Meter-Erdkugel im Gasometer projiziert
wird. “Wenn die Besucher im Gasometer Oberhausen auf die künstliche Erde
blicken, sehen sie vor allem eines: Wissenschaftliche Daten, mit denen
die Erdbeobachtung zum Verständnis und zum Erhalt der Wunder der Natur
beiträgt.” Nun wird die Ausstellung, die am 30. September 2016 enden
sollte, um über ein Jahr bis zum 30. November 2017 verlängert.

Im Inneren des Gasometers zeigen 150 großformatige Bilder international
renommierter Naturfotografen sowie mehrere überwältigende Filmausschnitte
die schöpferischen Kräfte des Lebens. Sie erzählen von ungewöhnlichen
sinnlichen Fähigkeiten und genialen Strategien im Kampf ums Dasein, von
sexuellen Ritualen, den sozialen Beziehungen und dem Vermögen, mit
anderen Arten zusammen zu leben. “Der Erfolg zeigt uns, welche
Faszination das Leben selbst in seiner Intelligenz und Vielfalt auf die
Menschen ausübt – und wie erhaltenswert diese unglaublich genialen
biologischen Systeme im Großen wie im Kleinen sind”, sagt Kurator Prof.
Peter Pachnicke.

Astronautenblick auf die Erdkugel

Höhepunkt der Ausstellung ist eine von zwölf Projektoren bespielte
Erdkugel im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers. Fährt man mit dem
Aufzug im Inneren des Industriedenkmals in die Höhe, kann man zudem wie
ein Astronaut aus der Ferne die gesamte Erdkugel betrachten. Aus
Datensätzen verschiedener Satelliten berechneten die DLR-Wissenschaftler
des Earth Observation Center eine Animation mit einer Auflösung von 58
Millionen Pixel – für dieses 3D-Abbild der Erde mussten die Computer
insgesamt 115 Tage rund um die Uhr rechnen. Die Daten aus dem All sind so
Informationen geworden, die auch dem Nicht-Wissenschaftler Spannendes
über die Erde lehren. “Satelliten sehen einfach mehr als das menschliche
Auge: Sie arbeiten in Wellenlängenbereichen, die für das Auge unsichtbar
sind”, sagt DLR-Wissenschaftler Nils Sparwasser.

Kontakt:
Manuela Braun
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation, Redaktion Raumfahrt
Tel.: 02203 601-3882
Mail: manuela.braun@dlr.de

Nils Sparwasser
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum, Wissenschaftskommunikation und
Visualisierung
Tel.: 08153 28-1316
Mail: nils.sparwasser@dlr.de