Haushaltsauschuss des Bundestages bewilligt finanzielle Mittel

Haushaltsauschuss des Bundestages bewilligt finanzielle Mittel
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Bewilligung von finanziellen Mitteln in Höhe von 42 Millionen Euro für den Aufbau von sechs neuen Instituten für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beschlossen.

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© DLR

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner gestrigen Sitzung die Bewilligung von finanziellen Mitteln in Höhe von 42 Millionen Euro für den Aufbau von sechs neuen Instituten für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschlossen.

“Diese Entscheidung ist ein großer Vertrauensbeweis des Bundes in die Leistungsfähigkeit und Kompetenzen des DLR, insbesondere bedanke ich mich beim Bundeswirtschaftsministerium für die Unterstützung“, sagt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. “Die damit verbundene Erweiterung seines Forschungsportfolios ermöglicht dem DLR, in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie und Sicherheit noch intensiver an Beiträgen zur Lösung der globalen Herausforderungen zu arbeiten sowie den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland weiter zu stärken.”

An den neuen Standorten in Hamburg, Dresden und Augsburg wird die Luftfahrtforschung des DLR ausgebaut, in Jena werden die Forschungen des DLR durch Arbeiten auf dem Gebiet Big und Smart Data, auch über die Raumfahrt hinaus, erweitert und in Oldenburg die Energieforschung. In Bremerhaven wird zukünftig am Querschnittsthema Sicherheit gearbeitet. Die neuen Institute werden gemeinsam mit den Ländern aufgebaut und entsprechend ihrer wissenschaftlichen Ausrichtung in die lokalen und regionalen Forschungsnetzwerke an den neuen Standorten eingebunden.

Luftfahrtinstitute für Virtual Aircraft, Industrie 4.0 und Digitalisierung

Die Ausrichtung der neuen Luftfahrtinstitute in Hamburg, Sachsen und Bayern orientiert sich am “Virtual Aircraft”, einem der Schlüsselfaktoren zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie und ihrer Zulieferer. Numerische Simulationsverfahren für neue Flugzeuge ermöglichen das virtuelle Testen und damit eine schnellere und risikoärmere Einführung neuer Luftfahrttechnologien. Die Prozesse der Industrie 4.0 verbunden mit der zunehmenden Digitalisierung in der Luftfahrt machen zudem eine stärkere vertikale und horizontale Vernetzung aller Abläufe erforderlich. Die Hamburger Luftfahrtforscher sollen sich mit zwei Forschungsgebieten beschäftigen: neuen Wartungs- und Reparaturkonzepten sowie Systemarchitekturen in der Luftfahrt. Ziel des neuen Dresdner Instituts ist die strategische Plattformforschung und -entwicklung zur Unterstützung der virtuellen Systemfähigkeit des deutschen Luftfahrtsektors in den Bereichen Hardware, Software und Anwendungssysteme.

Aufgabe des in Augsburg vorgesehenen Instituts ist der Aufbau der computergestützten strukturmechanischen Simulation als Basis für die Entwicklung der Hochleistungskomponenten in neuen Triebwerken. Die zu entwickelnden Simulationswerkzeuge sollen in die DLR-weite Simulationsplattform “Virtual Engine” integriert werden. Damit ergänzen die drei neuen Einrichtungen die strategische Zielrichtung “Virtual Aircraft” in der Luftfahrtforschung des DLR.

Weitere Informationen

Kontakt:
Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Tel.: 02203 601-2474
mailto:Andreas.Schuetz@dlr.de