DLR Göttingen nimmt Super-Rechner für Flugzeugforschung in Betrieb

DLR Göttingen nimmt Super-Rechner für Flugzeugforschung in Betrieb
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Einen Super-Rechner für die Flugzeugforschung hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen am Mittwoch, 8. März 2017, in Betrieb genommen.

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© DLR

Dafür wurden 3 Millionen Euro am Standort investiert. “Damit wird das DLR seiner Rolle als einer der europaweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der aeroelastischen Simulation gerecht”, sagte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke, “das ist ein weiterer Schritt in der Digitalisierung der Luftfahrtforschung”.

Für die Entwicklung künftiger Flugzeuge ist eine Simulation der aerodynamischen Flugeigenschaften nötig. Dies ist sehr rechenintensiv, da besonders die Wechselwirkung von bewegten Objekten wie Flügeln mit der umströmenden Luft äußerst komplex ist. „Unser Ziel ist es, mit Computersimulationen der Wirklichkeit des fliegenden Flugzeugs so nahe wie möglich zu kommen“, sagte Dr. Holger Hennings vom DLR-Institut für Aeroelastik. Je mehr Rechenleistung vorhanden ist, desto näher kann man dem Ziel kommen.

Mit dem Hochleistungsrechensystem MARVIN_NG wird die Rechenleistung gegenüber dem bisherigen System vervierfacht. Die Leistung beträgt 239 Tera-Flops, das ist 1500mal so schnell wie ein heute üblicher PC.

Die Luftfahrtforschung ist seit Beginn des Computer-Zeitalters Nutznießer der Rechenmaschinen. Bereits Konrad Zuse, der Erfinder des Computers, nutzte seine ersten Rechner in den 40er Jahren für Aufgaben aus der Luftfahrt.

Kontakt:
Jens Wucherpfennig
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation, Göttingen
Tel.: 0551 709-2108
Mail: jens.wucherpfennig@dlr.de