Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Sport

Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Sport
Das Projekt VOICE

Um sexualisierte Gewalt im Sport künftig besser aufarbeiten und Schutzkonzepte weiterentwickeln zu können, suchen die Verantwortlichen des Projektes Betroffene, die bereit sind, vertraulich und anonym von ihren Erlebnissen zu erzählen.
SpoHo LogoGloria Viseras hat als Kind geturnt und nahm 1980 an den Olympischen Spielen in Moskau teil. Erst Jahre später hat sie darüber gesprochen, dass sie als Kind sexualisierte Gewalt im Sport erfahren hat. Heute unterstützt sie als Botschafterin von VOICE Sportlerinnen und Sportler, deren Erlebnisse im Zentrum des Projektes stehen. Die Erzählungen der Betroffenen bilden die Basis für einen Wissenstransfer und die Entwicklung von Maßnahmen zur Prävention.

Um in naher Zukunft Empfehlungen und konkrete Informationsmaterialien zur europaweiten Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Sport entwickeln zu können, sind die WissenschaftlerInnen um Dr. Bettina Rulofs und Gitta Axmann von der Deutschen Sporthochschule Köln auf die Unterstützung Betroffener angewiesen. Wer sexuelle Belästigungen oder Übergriffe im Sport erlebt hat und bereit ist, über die Erfahrungen zu berichten, kann sich unter den angegebenen Kontaktdaten melden.

Dabei verläuft das Projekt in zwei Modulen – einer Interviewstudie und einem nicht öffentlichen Hearing. TeilnehmerInnen können an beiden aufbauend oder nur an dem ersten Modul teilnehmen. Das Interview wird aufgezeichnet, anonymisiert und mit Zustimmung der Beteiligten für den wissenschaftlichen Bericht verwendet.
Alle Gespräche finden in einem geschützten Rahmen mit einem fachlich geschulten Team vertraulich und anonym statt. Die Teilnahme geschieht auf freiwilliger Basis und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Konsequenzen wieder abgebrochen werden.

Die Leitung des Projektes liegt beim Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln. Darüber hinaus wird das Projekt von Universitäten in sieben weiteren Ländern durchgeführt. Vier europäische Sportverbände und eine Opferschutzorganisation sind ebenfalls an dem Projekt beteiligt. In Deutschland wird das Projekt unterstützt von der Deutschen Sportjugend, als Dachverband der Jugendorganisationen im Sport, und dem Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband e.V. Website: www.voicesfortruthanddignity.eu

Kontakt:
Dr. Bettina Rulofs/ Gitta Axmann
Institut für Soziologie und Genderforschung
E-Mail: voice@dshs-koeln.de
Tel.: +49 221 4982-7230
www.voicesfortruthanddignity.eu
Twitter: @voicessport; #voicesfortruthanddignity