DLR präsentiert sich auf CeBIT

DLR präsentiert sich auf CeBIT
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Auch dieses Jahr ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wieder auf der weltweit größten Messe für Informationstechnik, der CeBIT, vertreten.

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© DLR

Vom 20. bis zum 24. März präsentiert das DLR auf verschiedenen Plattformen ausgewählte Projekte, in Kooperation mit den jeweiligen Partnern. Dabei zeigt sich, dass das DLR nicht nur vielfältig aufgestellt, sondern auch ein guter und verlässlicher Partner für Industrie und Forschung ist.

Satellitendaten helfen Rettungskräften

Wie bereits in den Jahren davor präsentiert das Zentrum für satellitengestütze Kriseninformation (ZKI) den ZKI-Service für Bundesbehörden (ZKI DE) auf dem Stand des Bundesministeriums des Innern (Halle 7, Stand B42). Anhand von Beispielen zeigen Mitarbeiter des ZKI, wie mit Hilfe von unterschiedlichen Satellitendaten am Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum schnell und automatisch Informationsprodukte für den Katastrophenschutz und die zivile Sicherheit abgeleitet und visualisiert werden. So nutzen zum Beispiel Rettungskräfte diese Karten in Hochwassereinsätzen oder bei Feuerkatastrophen. Auch bei der Flüchtlingskrise unterstütze das ZKI Einsatzkräfte wie das DRK und THW mit Informationen zu Flüchtlingsunterkünften. Die Satellitendatenanalyse erfolgt nach Anfrage autorisierten Nutzern.

Japanischer Partner im Kommunikationsbereich

Das Partnerland der Cebit 2017 ist Japan, mit dem das DLR im Rahmen des Projekts OSIRIS (Optical Space Infrared Downlink System) seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit pflegt. Zunächst wurden zur wissenschaftlichen Vermessung des atmosphärischen Kanals und zur Anpassung und Optimierung der Kanalcodierung japanische Nutzlasten auf Satelliten genutzt. Seit Juni 2016 fliegt die DLR-eigene optische Kommunikationsnutzlast OSIRIS auf dem DLR-Satelliten BIROS mit. Mit dieser Mission sollen auch in Zukunft gemeinsame Kampagnen mit den japanischen Kollegen realisiert werden. Auf der CeBIT präsentieren die japanischen Kollegen deshalb dieses erfolgreiche gemeinsame Projekt – das DLR stellt dazu das Messemodell der nächsten OSIRIS-Entwicklung zusammen mit japanischen Entwicklungen aus.

Mehr Sicherheit in der Luft

Ein weiteres gemeinsames Projekt mit dem DLR stellt die Universität des Saarlands auf ihrem Stand (Halle 6, Stand E28) vor. Zusammen mit den Sprachwissenschaftlern und -technologen der Universität hat das DLR das zuhörende Lotsenassistenzsystem AcListant entwickelt. Mit einer speziellen Lotsen angepassten Spracherkennung können die Assistenzsysteme die relevanten Informationen (Flugnummer, Höhe, Änderungen der Flugroute) aus der Kommunikation zwischen Lotse und Pilot herausfiltern und diese nach Abgleich mit dem Radar in das System einpflegen. Gerade in stressigen Situationen kann dies den Lotsen bei seinen Aufgaben entlasten.

Kontakt:
Elisabeth Schreier
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Tel.: +49 8153 28-1787
Mail: Elisabeth.Schreier@dlr.de