Kölner Wissenschaftler erzählen

Dienstag 25. Mai 2010 von HH

Kölner Wissenschaftler erzählen
Prof. Dr. Matthias Klumpp

Sechs Fragen an den wissenschaftlichen Direktor des Institutes für Logistik- und Dienstleistungsmanagement der FOM


Warum sind Sie Wissenschaftler geworden?


Weil die lebendige Verbindung aus theoretischer Überlegung und praktischer Umsetzung in Unternehmen zu den faszinierendsten Dingen gehört und täglich zur Arbeit motiviert. Weil wirtschaftliches Handeln interessante Facetten aus Rationalität und Emotionalität menschlichen Handelns thematisiert und die Verbesserung unserer Lebensgrundlage verspricht.


Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit?


Neue Ideen in der Theorie und Praxis des Wirtschaftens. Die Erkenntnis als „Aha-Effekt“ in den Augen der Studierenden genauso wie bei wissenschaftlichen Diskussionen und Abhandlungen. Mit eigenen Ideen die Denk- und Handlungsrichtungen der Menschen mit anregen zu können.


Was waren Ihre größten Herausforderungen?


Wissenschaftliches Arbeiten wie im Rahmen der Promotion. Aber danach beginnt erst die Herausforderung der Forschungskoordination, die Verbindung von eigenen wissenschaftlichen Arbeiten mit der Führung von Projekten und Mitarbeitern – manchmal erscheint es als unmögliche Aufgabe hier ein Optimum zu erreichen.


Gab es auch Flops?


Immer wieder. Das gehört zum Lernen dazu.


Woran arbeiten Sie gerade?


An Qualifizierungskonzepten für die bedeutenden Trends in der Logistik wie zum Beispiel RFID. Sowie an der Frage der Bewertung beruflicher und akademischer Bildung mit dem Messkonzept der Berufswertigkeit im Kontext des Deutschen Qualifikationsrahmens.


Mit welchen Fragen werden Sie sich in zehn Jahren beschäftigen?


Wie Lernen bei zunehmenden Wissensbeständen noch für jeden einzelnen Menschen funktioniert und im Lebens- und Arbeitsverlauf gut integrierbar ist. Wie komplexe und wissensintensive Dienstleistungen mehr Arbeit und Wohlstand schaffen als durch Rationalisierung an Arbeitsplätzen verloren geht.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 25. Mai 2010 um 17:20 und abgelegt unter Kölner Wissenschaftler erzählen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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