Kölner Wissenschaftler erzählen
Donnerstag 11. Februar 2010 von HH
Prof. Dr. Peter Bak
Sechs Fragen an den Studiendekan für Business Psychology an der Hochschule Fresenius
Warum sind Sie Wissenschaftler geworden?
Aus reiner Neugier und dem Wunsch zu verstehen, warum wir Menschen so sind, wie wir sind.
Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit?
An der Wissenschaft interessiert mich die Möglichkeit, zumindest auf einige Fragen, Antworten zu bekommen bzw. anschließend wieder neue Fragen zu stellen. Wissenschaft bedeutet für mich darüber hinaus auch, aktuelle Erkenntnisse an Interessierte weiterzugeben und damit auch Grundlagen für ethisch-moralische Auseinandersetzung zu schaffen, die letztlich in der Frage nach “dem guten Leben” münden. Die dazu wichtige Integration verschiedenster Themengebiete und wissenschaftlicher Disziplinen fasziniert mich dabei am meisten.
Was waren Ihre größten Herausforderungen?
Zum einen, nach einigen Jahren in der Praxis, die dort gemachten Erfahrungen in den wissenschaftlichen Rahmen zu integrieren, zum anderen, Beruf und Familie verträglich zu gestalten.
Gab es auch Flops?
Wer empirisch arbeitet erlebt eigentlich ständig Flops, zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick bin ich jedem Flop letztlich dankbar, da er die Notwendigkeit der gedanklichen Präzisierung fördert.
Woran arbeiten Sie gerade?
Aktuell stehen in meiner Arbeit Fragen zur Medienwirkung und die Konstruktion von Sinnzusammenhängen und deren Bedeutung für unser alltägliches Leben im Fokus.
Mit welchen Fragen werden Sie sich in zehn Jahren beschäftigen?
Wenn ich auf die letzten Jahre zurückschaue, so leite ich daraus die Erfahrung ab, dass es noch nicht einmal möglich ist, Prognosen für das nächste Jahr zu stellen. Was sicherlich bleiben wird, ist die generelle Neugier und die Frage, wie wir unser Leben so gestalten, dass wir von einem erfolgreichen, sinnerfüllten Leben sprechen können.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 11. Februar 2010 um 17:23 und abgelegt unter Kölner Wissenschaftler erzählen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.
